• Cherrytomate

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Diese Tomate wird auch Kirschtomate oder Cocktailtomate genannt und hat viele kleine Früchte an langen Rispen. Reife Tomaten sollten immer gepflückt werden.

Die Tomate ist zweifellos das beliebteste Gemüse in der westlichen Küche.
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika, von wo sie sich über die ganze Welt ausbreitete.
Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist eng mit diversen anderen Kulturpflanzen wie Kartoffel, Paprika, Aubergine etc. verwandt.
Es handelt sich um eine von Natur aus kriechende, krautige, nicht winterharte Pflanze, die heute als einjährige Pflanze kultiviert wird.
Alle Teile der Tomatenpflanze (Blätter, Stängel,...) sind eigentlich giftig, nur die reifen Früchte nicht. Die Blätter sind mit zahlreichen dünnen Härchen und Drüsen, die bei Berührung den typischen Tomatengeruch verströmen, überzogen.

Heutzutage gibt es unendlich viele verschiedene Tomatensorten in allen Größen, Formen und Farben.
Unterschieden werden können samenfeste Sorten und Hybridsorten.
• Die samenfesten Sorten entstanden durch jahrelange natürliche Selektion von Züchtern oder Hobbygärtnern. Der Vorteil dieser Sorten ist, dass daraus selbst Samen gewonnen werden kann (wodurch der Samen dann auch billiger ist). Der Nachteil ist jedoch, dass die Einheitlichkeit der Pflanzen und Früchte oft zu wünschen übrig lässt und der Ertrag in der Regel relativ niedrig ist.
Diese Sorten werden nur noch von Hobbygärtnern verwendet.
Man findet sie meist in diversen Kleinpackungen im Gartencenter.
• Hybridsorten werden von spezialisierten Samenfirmen durch Kreuzung verschiedener sogenannter „Elternlinien" erzeugt. Diese Sorten gewährleisten einen viel größeren Ertrag und haben sehr einheitliche Früchte. Die Samen sind jedoch viel teurer, und man kann selbst daraus keine Samen gewinnen.
Im Erwerbsgartenbau werden ausschließlich Hybridsorten verwendet. Es kommen jedes Jahr neue Sorten mit noch besseren oder anderen Eigenschaften auf den Markt: höherer Ertrag, besserer Geschmack, runder, dicker, besondere Formen, Farben,... Diese Sorten sind nicht frei verfügbar für Hobbygärtner.
Die beste Garantie für einen guten Start Ihrer Kultur ist gutes Pflanzmaterial. Allégrow bietet Ihnen hierfür ein umfangreiches Sortiment unterschiedlichster Tomatentypen.
Die Anzucht unserer Pflanzen erfolgt immer im Warmen und wir verwenden nur neue, hochwertige Hybridsorten aus dem Erwerbsgartenbau.
Es ist jedoch nicht möglich, von allen möglichen Sorten Pflanzmaterial anzubieten. Für alle, die daher selbst Pflanzen ziehen möchten, haben wir hier einige nützliche Tipps zusammengestellt:
• Die Aussaat sollte in gutem Sandboden bei 22 °C erfolgen.
• Die Samen sollten leicht bedeckt und immer ausreichend feucht gehalten werden.
• Nach ca. 10 - 12 Tagen werden die guten Pflanzen ausgewählt und in Töpfe mit Universalerde pikiert.
• Die Temperatur sollte immer 18 - 20 °C betragen.
• Nach rund 10 Tagen müssen die Töpfe in einem größeren Abstand zueinander aufgestellt werden (16 Töpfe/m2).
• In der Endphase der Anzucht sollte die Temperatur 16 - 18 °C betragen.
• Nach ca. 18 Tagen, meist nach dem 9. gebildeten Blatt, erscheint die erste Blütentraube.
• Wenn die Pflanzen ungefähr 40 cm groß sind, ist der Moment des Auspflanzens gekommen.
• Viel Erfolg!

Anbautipps

Allgemeines
• Tomaten können sowohl unter Schutz als auch im Freien angebaut werden. Es empfiehlt sich jedoch, sie in einem Gewächshaus anzubauen. Der Anbau im Gewächshaus führt zu einer viel größeren Ernte und schöneren Früchten. Im Freiland sind die Pflanzen außerdem viel krankheitsanfälliger.
• Zur Vorbeugung von Wurzelproblemen ist die Einhaltung einer guten Fruchtfolge nötig (vierjährig). Bei Problemen mit Bodenmüdigkeit werden daher am besten gepfropfte Pflanzen gepflanzt.
• Auspflanzen ist möglich, sobald der Boden genug aufgewärmt ist (am besten über 15 °C).
• In der Praxis bedeutet dies, dass meist erst Mitte April im Gewächshaus und ab Mitte Mai im Freien ausgepflanzt werden kann. Bei Temperaturen unter 12 °C kommt es zu einem Wachstumsstillstand.
• Früheres Pflanzen bedeutet daher nicht, dass Sie auch früher ernten können!
• Tomaten mögen einen sonnigen, warmen Standort.
• Die Pflanze wächst auf nahezu jeder Bodenart, solange der Boden gut entwässert wird und viel organische Substanz aufweist.
• Bringen Sie vorzugsweise entsprechende Düngemittel mit genug Kalium aus. Dies sorgt für gut schmeckende, feste Früchte mit einer schönen Farbe. Zu viel Stickstoff führt zu einem übermäßigen (Blatt-)Wachstum und Problemen mit dem Fruchtansatz.
• Streben Sie eine Pflanzdichte von nicht mehr als 2,5 Pflanzen/m2 an = Pflanzabstand 80 x 50 cm.
• Sorgen Sie dafür, dass der Wurzelballen beim Pflanzen ca. 1 cm über der Erde liegt. Pflanzen Sie den Wurzelballen keinesfalls völlig unter der Erde! Dies vergrößert die Stängelgrundfäulegefahr.
• Bewässern Sie sofort nach dem Pflanzen in ausreichendem Maße (am besten mit auf ca. 20 °C aufgewärmtem Wasser).
• Geben Sie Wasser nicht direkt an der Pflanze, sondern in einer ausgegrabenen Rinne oder einem eingegrabenen Topf neben der Pflanze.

 

Kletterhilfe
Tomatenpflanzen werden kletternd kultiviert. In einem Gewächshaus werden sie am besten mit einem Seil unterstützt. Befestigen Sie das Seil oben gut an der Gewächshauskonstruktion und sorgen Sie dafür, dass es stabil genug ist, denn eine Pflanze mit Früchten kann ziemlich schwer werden.
Drehen Sie den Stängel regelmäßig um das Seil, damit er rundherum wächst. (Es gibt auch Spezialclips zur Befestigung der Pflanzen am Seil.)
Im Freiland wird meist mit Stäben oder speziellen korkenzieherförmigen Tomatenstützen gearbeitet.

Klima
Sorgen Sie für ein luftiges Klima, in dem die Pflanze schnell Wasser verdunsten und wachsen kann. Dies senkt auch die Gefahr von Pilzkrankheiten.
Gießen Sie nicht auf die Pflanze.

Bestäubung
Tomaten sind Selbstbefruchter. Das bedeutet, dass die Blüten mit Pollen befruchtet werden müssen, um zu Tomaten heranwachsen zu können. In der Natur erledigen der Wind oder Insekten diese Arbeit. In einem Hobbygewächshaus muss man etwas nachhelfen. Es empfiehlt sich, die Pflanzen alle 1 - 2 Tage ein wenig zu „schütteln". Klopfen Sie dazu kurz gegen den Stützstab oder das Seil, damit sich die Pollen in den Blüten lösen. Machen Sie dies am besten am Nachmittag.

Ausgeizen
Unter idealen Bedingungen bildet eine Tomatenpflanze jede Woche 3 neue Blätter und eine neue Traube. In jeder Blattachsel erscheint außerdem jeweils ein neuer Trieb, der „Geiztrieb" genannt wird. Um zu vermeiden, dass Sie eine zu dichte und buschige Pflanze mit einem schlechten Fruchtansatz und vielen kleinen Früchten bekommen, müssen die Geiztriebe einmal pro Woche entfernt werden. Nehmen Sie sie zwischen Daumen und Zeigefinger und brechen Sie sie ab. Machen Sie dies rechtzeitig, bevor sie 10 Zentimeter lang sind. Entfernen Sie außerdem immer die Blätter, die manchmal am Ende einer Traube erscheinen.

Traubenschnitt
Um ein gleichmäßiges Wachstum und einen gleichmäßigen Ertrag zu bekommen, empfiehlt sich ein Traubenschnitt. Anders gesagt: Lassen Sie nicht zu viele Früchte gleichzeitig an der Pflanze. Bei Fleischtomaten wachsen maximal vier bis fünf Früchte pro Traube heran, bei Strauchtomaten sieben bis acht, je nach Größe der Frucht. Bei Cocktailtomaten ist kein Taubenschnitt nötig. Entfernen Sie außerdem bereits früh etwaige missgebildete Früchte.


Blattpflücken
Wenn die Pflanze genug Wuchsstärke hat, können die untersten (vergilbten) Blätter entfernt werden, um ein luftigeres Klima zu schaffen. Entfernen Sie Blätter höchstens bis zu der zu diesem Zeitpunkt reifenden Traube. Die Entfernung anderer Blätter ist nur bei einem zu üppigen Wachstum (z. B. durch übermäßige Stickstoffdüngung) notwendig. Erst ab September ist es sinnvoll, Blätter zu entfernen, um die Trauben freizulegen und ihnen so genug Sonnenwärme zu bieten, damit die Früchte reifen.

Entspitzen
Normalerweise dauert die Entwicklung vom Fruchtansatz bis zur Reife der Früchte rund 6 (im Sommer) bis 8 Wochen (am Ende der Kultur). Da es im Herbst immer kälter wird und ein weiteres Wachstum der Pflanze nicht viel Sinn hat, sollte man das Wachstum besser rechtzeitig stoppen, sodass die Pflanze noch genug Energie hat, um die letzten Früchte reifen zu lassen. Dies geht am besten, indem man die Pflanze entspitzt. Entfernen Sie dazu den Vegetationspunkt über der letzten blühenden Traube.
Im Gewächshaus wird am besten vor Ende August entspitzt. Die Früchte kann man dann Ende Oktober ernten. Im Freiland wird am besten nach 5 Trauben, also ungefähr Ende Juli, entspitzt.

 

Tomaten, die an der Pflanze gereift sind, schmecken am besten. Warten Sie jedoch nicht zu lange, die Früchte können platzen oder faulen.
Es darf natürlich auch schon früher geerntet werden, nämlich sobald sich die Früchte auszufärben beginnen. Legen Sie die geernteten Tomaten danach an einen gut belüfteten Ort und bedecken Sie sie eventuell mit einem Stück Zeitung. Dann färben sie sich von selbst fertig aus.
Geerntet wird am besten manuell. Nehmen Sie die Frucht in die Handfläche und drücken Sie mit dem Daumen auf den verdickten Teil des Stängels, sodass die Tomate abbricht. Dadurch bleibt auch die Krone an der Frucht, was der Lagerung zugutekommt.
Lagern Sie Tomaten am besten an einem kühlen und gut belüfteten Ort (vorzugsweise 12 °C), nicht im Kühlschrank!

• Blütenendfäule: schwarze Flecken unten an den Früchten, da die Pflanze zu wenig Wasser in die Früchte leiten kann.
Das ist eigentlich keine Krankheit, sondern eine Mangelerscheinung.
• Ursache:
o zu trockener Boden
o zu salziger Boden
o zu stark gedüngt (meist mit chemischen Düngemitteln), zu wenig Kalk im Boden
• Kraut- und Braunfäule (Phytophthora)
o braune Flecken auf Blättern, Stängel und dann auf der Frucht
o kommt vor allem unter warmen und feuchten Bedingungen vor
o Präventivmaßnahmen: nicht von oben gießen, genug lüften (lassen Sie das Gewächshaus immer einen Spalt offen, auch nachts), kein Kontakt zu Kartoffeln
o Lösung: Spritzen, lassen Sie sich in Ihrem Gartencenter beraten.
• Spinnmilbe, Weiße Fliege, Miniermotte: Lassen Sie sich in Ihrem Gartencenter beraten.