• Chili

Chili, auch Spanischer Pfeffer genannt, gehört zur Gattung Capsicum (aus der Familie der Nachtschattengewächse, zu der auch die Tomate und die Kartoffel gehören).
Der Inhaltsstoff, der für den pikanten, scharfen Geschmack sorgt, ist Capsaicin. Bei schwarzem Pfeffer ist es Piperin.
Die Bezeichnung „Spanischer Pfeffer" sorgt für gewisse Verwirrung, weil Paprika und Pfeffer botanisch betrachtet dasselbe sind, die Namen aber durcheinander verwendet werden. Es gibt übrigens Chilis, die aussehen wie Paprika, und Paprika, die ganz schön scharf sein können. Auf Englisch spricht man daher bei Paprika und Chili von „sweet pepper" und „hot pepper".

Chili ist eine wärmeliebende Pflanze, die am besten in einem Gewächshaus oder Folientunnel gedeiht. Sollten Sie sie dennoch im Freiland anbauen, dann wählen Sie den wärmsten Platz im Garten aus und warten Sie auf jeden Fall bis zum 10. Mai. Ende Januar kann man Chili bereits in einer Saatschale säen (natürlich in einem warmen Raum, auf einer nach Süden ausgerichteten Fensterbank). Die Pflanzen von Allégrow werden immer warm in gut beleuchteten Gewächshäusern und mit der nötigen anbautechnischen Sorgfalt kultiviert. Wir wählen immer aktuelle hochwertige Hybridsorten aus dem professionellen Gartenbau.
Chili sollte am besten auf einem humusreichen, lockeren Boden gepflanzt werden.
Geben Sie Chili nicht zu viele Nährstoffe, er wächst sonst übertrieben stark und bildet nahezu keine Früchte. Etwas Kompost rund um die Wurzeln sorgt für ein ausreichend luftiges Wurzelklima. Kurz nach dem Auspflanzen darf man den Pflanzen in den ersten Tagen viel (leicht lauwarmes) Wasser geben. Chilipflanzen wachsen nicht besonders schnell, verzweigen sich aber bald. Zuerst lässt man 4 Zweige stehen. Es ist sinnvoll, die untersten Blätter und Zweige zu entfernen. So bekommt man eine Pflanze, bei der man den Überblick behält und die untersten Früchte nicht auf den Boden hängen.
Chilipflanzen gedeihen auch in einem Topf auf der Terrasse. Sowohl die Blüten als auch die ausgefärbten Chilis sind äußerst dekorativ, und wenn man eine Frucht in der Küche braucht, muss man nicht weit gehen.

Viele sind der Meinung, dass die Verwendung von Chili in der Küche Gerichte schnell extrem scharf macht. Bei geringer Dosierung bekommt man jedoch kein scharfes Gericht, sondern kommen die verschiedenen Geschmacksnuancen besser zur Geltung. Wenn Sie doch ab und an gerne ein richtig scharfes Gericht servieren, dann können Sie mit frischem oder getrocknetem Chili herrliche Speisen zubereiten.

Paprika und Chili sind reich an Vitamin C. Capsaicin, der Stoff, der für den scharfen Geschmack verantwortlich ist, wirkt gefäßerweiternd und lindert den Schmerz bei Zahnschmerzen, Halsschmerzen und Rheuma. Die Blätter lindern den Juckreiz nach Mückenstichen. Zu große Mengen können Durchfall verursachen.

Chilis kann man sowohl unreif (grün) als auch reif (ausgefärbt, meist rot, aber es gibt auch gelbe, weiße, orangefarbene,... Varianten) ernten. Reifer Chili ist allerdings viel schärfer. Die Früchte werden am besten abgeschnitten. So kann man sie noch gut zwei Wochen aufbewahren. Zum Trocken muss man sie zuerst gut waschen und abtrocknen. Im Sommer kann man sie aufhängen und an einem trockenen, warmen, sonnigen Platz trocknen lassen. Man kann sie auch trocknen, indem man die Chilis einige Stunden bei 40 - 50 °C in den Backofen legt. Die Tür sollte offen bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Getrockneter Chili kann an einem trockenen Ort ungefähr ein Jahr lang aufbewahrt werden.

Wie andere Mitglieder aus der Familie der Nachtschattengewächse ist auch Chili anfällig für Phytophthora, also die Kraut- und Knollenfäule. Bei warmen, aber feuchten Witterungsbedingungen (die Krankheit taucht häufig im Juni/Juli auf) kann die Krankheit gnadenlos zuschlagen. Phytophthora ist, wenn man sehr schnell reagiert, relativ leicht zu bekämpfen. Vorbeugende Maßnahmen wirken auch sehr gut. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Ihr Gartencenter. Möchten Sie lieber keine chemische Bekämpfung durchführen, dann achten Sie darauf, dass Sie die Pflanzen nicht zu nah nebeneinander pflanzen, sodass es genug Luftzirkulation gibt. Im Freiland kann man mit einer Überdachung über der Pflanze die Befallsgefahr ebenfalls erheblich senken. Entfernen Sie befallene Blätter vorsichtig und schnell. Wie gesagt: In einem frühen Stadium der Krankheit kann man noch sehr gut eingreifen, lässt man es zu weit kommen, ist die Pflanze für gewöhnlich verloren.