• Kerbel

Kerbel stammt aus Westasien. Er gehört zur Familie der Doldenblütler und ist unter anderem eng mit Petersilie verwandt. Es ist ein winterhartes, zweijähriges Kraut, das jedoch meistens als einjährige Pflanze gezogen wird.

Kerbel kann bis zu 70 cm hoch werden, hat einen hohlen Stängel und sehr feine, zusammengestellte, hellgrüne, gefiederte Blätter. Im 2. Jahr blüht die Pflanze mit kleinen, weißen Dolden.

Kerbel liebt einen leicht schattigen Ort. Sorgen Sie zudem für einen feuchten, gut durchlässigen und humusreichen Boden.

Kerbel verträgt Kälte und kann somit bereits früh im Freien gepflanzt werden (ab Mitte März). Ernten Sie, wenn das Kraut rund 30 cm hoch ist, dann haben Sie zarte, junge Blätter, die am besten schmecken. Schneiden Sie die Blätter ungefähr 5 cm über dem Boden ab, damit die Pflanze wieder ausschießen kann. So können Sie mehrere Male ernten. Auch ein Anbau von Kerbel im Topf ist möglich, wobei Sie jedoch für eine gute reichhaltige und luftige Blumenerde sorgen müssen.

Wenn Kerbel blüht, verliert er sein Aroma und ist nicht mehr brauchbar. Sie benötigen also stets neue Pflanzen.

Kerbelblätter haben einen leicht anisartigen Geschmack. Verwenden Sie in Ihren Gerichten stets die zarten, jungen Blätter, die am schmackhaftesten sind.

In Belgien ist vor allem Kerbelsuppe eine bekannte Spezialität. Auch zu Salaten, Saucen, Käse- und Eiergerichten und besonders zu (gegrillten) Fischgerichten passt Kerbel perfekt.

Kerbel ist auch ein wichtiger Bestandteil einer 'fine herbes'-Mischung. Er ergänzt den Geschmack der anderen Kräuter. Kerbelblatt kann sehr gut eingefroren werden, und behält seinen Geschmack. Getrocknet verliert er sein Aroma.

Kerbel ist reich an Vitamin C. Er fördert den Stoffwechsel, ist blutreinigend und feuchtigkeitstreibend.

Kerbel hat auch eine heilsame Wirkung gegen Bronchitis und Asthma.

Der frische Saft von Kerbel ist ein gutes Mittel gegen Halsschmerzen, auch ein Tee aus den Blättern wirkt lindernd.