• Lavendel

Lavendel stammt aus dem Mittelmeerraum. In Frankreich in der Provence findet man enorme wogende Felder voller Lavendel. Lavendel wird in großem Umfang für die Herstellung von Parfum und parfümierter Seife angebaut.

Es ist ein winterharter, immergrüner Zwergstrauch, der bis zu 60 cm hoch wird. Der Strauch besteht aus zahlreichen Stängeln mit grau-grünen lanzenförmigen Blättern, über denen ein leichter Schleier liegt.

Lavendel blüht im Sommer mit blau-violetten Blüten in Ähren an langen Blütenstängeln.

Lavendel wird vor allem als Gartenpflanze geschätzt. Die Pflanze kann einzeln, in einem Blumenrandbeet oder als schöne, duftende Hecke verwendet werden.

Aus Lavendel wird Öl destilliert, das in Parfums, Schönheits- und Reinigungsprodukten verwendet wird. Lavendel wird auch häufig in Blumensträußen und Potpourris verwendet.

Die getrockneten Blumen können büschelweise aufgehängt werden, und verbreiten einen angenehmen Duft.

Sie können Duftbeutel zwischen Ihre Kleider legen, sowohl wegen ihres angenehmen Geruchs als auch zum Vertreiben von Motten.


Lavendel liebt sonnige und offene Plätze.

Sorgen Sie für einen kalkreichen, gut entwässerten Boden. Lavendel gedeiht nicht in zu nassen Bedingungen. Setzen Sie die Pflanzen in einem Abstand von +/- 40 cm.

Um schöne Pflanzen zu erhalten, muss Lavendel 2 x jährlich geschnitten werden:

Nach der Blüte (Ende August - Oktober) schneidet man am besten die verblühten Blütenstiele weg. Schneiden Sie jedoch nicht zu tief, damit die Pflanze noch stark bleibt und gegen Frost beständig ist.
Im Frühling (Mitte März - April) können Sie gründlich bis auf +/- 15 cm über dem Boden zurückschneiden, um so die Pflanze bleibend zu verjüngen.


Wenn Lavendel nicht oder zu wenig geschnitten wird, bekommen Sie unregelmäßige Sträucher mit einer oberflächlichen Blüte und unten dürren und verholzten Zweigen. Einmal stark Zurückschneiden hilft dabei nicht mehr, aus dem toten Holz werden keine neuen Triebe mehr wachsen. Die beste Lösung ist, wieder neue junge Pflanzen zu setzen.


Für die meisten Menschen ist die Verwendung von Lavendel in der Küche unbekannt. Doch wird dies ein neuer Trend. Die jetzige, junge Generation der Küchenchefs liebt überraschende Gerichte, die Sie häufig in verschiedenen Zeitschriften und im Fernsehen finden. Sowohl die Blüten als auch die Blätter können verwendet werden, beispielsweise in Salaten, Dressings und Desserts mit Eis und Obst. Lavendelblätter verleihen auch z.B. Marinaden oder einem Wildragout ein apartes Aroma. Es gibt auch Lavendelessig, Lavendeleis, Lavendelkonfitüre, Lavendeltee,...

Seien Sie jedoch sparsam im Gebrauch, der Geschmack kann rasch vorherrschend werden.


Lavendel hat eine enorm breite, lindernde Wirkung. Lavendelextrakte und ätherische Öle werden häufig in der Aromatherapie und in Kurorten eingesetzt. Ein paar Tropfen Lavendelöl auf Ihrem Kopfkissen oder Taschentuch, und Sie werden herrlich schlafen. Ein Fußbad mit Lavendelwasser ist beruhigend.

Das Öl hilft auch bei Erkältung und Grippe, gegen Krämpfe und bei Verdauungsproblemen.

Äußerlich hat Lavendel eine heilende und desinfizierende Wirkung bei Wunden, Allergien, Entzündungen und Insektenstichen.