• Lorbeer

Lorbeer stammt ursprünglich aus dem Mittleren Osten. In der Zeit der alten Griechen und Römer wurden die Zweige für die bekannten Lorbeerkränze verwendet. Später breitete sich die Pflanze über die Mittelmeerländer in den Rest Europas aus.

Lorbeer ist ein holzartiger und immergrüner Strauch, der zweihäusig ist (die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich auf gesonderten Pflanzen). Er hat glänzende, ledrige, grüne Blätter, die herrlich riechen, wenn sie zerquetscht werden. Im Frühling erscheinen in den Blattachseln kleine, weiße Blüten.

In warmen Gegenden können Lorbeersträuche leicht über 100 Jahre alt werden und bis zu 9 m hoch. Lorbeer ist jedoch frostempfindlich und wird in unserer Gegend deshalb vor allem als Terrassen- oder Wintergartenpflanze in Töpfen angepflanzt. Es ist im Handel häufig als Formbaum erhältlich, am Stamm oder als Pyramide.

Der Küchenlorbeer wird oft mit der immergrünen, winterharten Heckenpflanze Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche) verwechselt. Diese Pflanze gehört jedoch nicht zur selben Familie und ist darüber hinaus giftig!


Die Pflanze wird am besten im Topf angebaut, sodass sie im Winter ins Haus gestellt werden kann. Im Frühling, nach dem letzten Frost, können die Pflanzen wieder ins Freie gesetzt werden (meistens erst ab Mai). Setzen Sie die Pflanzen besonders im Beginn an eine gegen starken Wind geschützte Stelle, und lassen Sie sie langsam an die Sonne gewöhnen, wenn sie von einem dunklen Überwinterungsort kommen (gegen Verbrennung). Sorgen Sie für einen Topf mit einer guten Entwässerung und geben Sie besonders im Frühling und Sommer genügend Wasser. Verwenden Sie vorzugsweise lang wirkende, organische Düngemittel. Lange auslaufende Triebe können im Juni zurück geschnitten werden (lassen Sie mindestens 3 Blätter stehen). Dies sorgt für eine zusätzliche Triebbildung und schöne kompakte Pflanzen.

Vor dem ersten Frost, ab Mitte Oktober, stellen Sie die Pflanzen wieder an einen kühlen, frostfreien Platz zum Überwintern. Am besten ist ein Treibhaus, aber auch ein dunklerer Standort ist möglich. Geben Sie während dieser Ruheperiode möglichst wenig Wasser, sorgen Sie jedoch dafür, dass der Wurzelballen nicht austrocknet (z.B. alle 5 Wochen).

Wenn die Pflanze zu groß wird, ist die Winterperiode (nach Neujahr) der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen. Wählen Sie einen Topf, der 4-5 cm größer ist und verwenden Sie Qualitätsblumenerde mit Lehm. Der Winter ist gleichzeitig der Moment, um Ihre Pflanzen zurück zu schneiden. Bringen Sie die Pflanze wieder schön in Form, schneiden Sie jedoch nicht zu tief, und lassen Sie stets +/- 3 Blätter pro Trieb stehen. Vermeiden Sie das Schneiden in den Blättern.


In der Küche ist Lorbeer ein wirklicher Geschmacksverstärker.

Die meisten Menschen kennen Lorbeer als das 'lästige Blatt in der Suppe'.

Die Blätter können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden.

Die 2-jährigen frischen Blätter haben das meiste Aroma. Kochen Sie die Blätter mit Ihren Gerichten mit, um ihnen einen würzigen Geschmack zu verleihen. Je länger sie mitkochen, desto mehr Geschmack geben sie ab. Vergessen Sie jedoch nicht, die Blätter vor dem Servieren zu entfernen. Lorbeer wird häufig in Gemüsesuppen oder bei Karotten- und anderen Eintopfgerichten verwendet.

Er würzt auch Saucen, Marinaden, Schmortöpfe und verschiedene Fleisch- und Fischgerichte.


 

Lorbeer wird für unterschiedliche Zwecke verwendet. Er wirkt antiseptisch für die Atemwege und lindert Erkältungen, Halsschmerzen, Sinusitis, Aphten,.... Lorbeer ist zudem anregend und unter anderem dadurch ein natürliches Antidepressivum.

Lorbeeröl kann äußerlich bei Muskelschmerzen, Verstauchungen oder Schwellungen verwendet werden.

Lorbeer wird manchmal an Shampoo hinzugefügt, und verleiht fettem oder schwunglosem Haar wieder einen schönen Glanz.