• Majoran

Majoran (Origanum Marjorana) kommt von Natur aus in den Mittelmeerländern und in Nordafrika vor. Dort ist es eine durchlebende Pflanze. In unserer Gegend ist Majoran jedoch nicht winterhart, und wird als einjährige Pflanze angebaut. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch und hat runde, schlaffe, rötliche Stängel und eiförmige Blätter, die an beiden Seiten graufilzig behaart sind. Majoran blüht im Sommer mit weißen oder rosaroten Blüten.

Der echte Majoran wird häufig mit Oregano verwechselt (der auch wilder Majoran genannt wird).

Es gibt jedoch deutliche Unterschiede:

Majoran ist kleiner und nicht winterhart, Oregano ist dahingegen mehrjährig.
Majoran hat kleinere, sitzende Blätter, ohne Stiel.
Majoran hat einen zarteren Geschmack (süßer, weniger pikant).

 


Von Natur aus liebt Majoran eine felsige Umgebung. Geben Sie der Pflanze einen Platz in voller Sonne. Der Boden muss gut entwässert und kalkreich sein, es können eventuell Steine hinzugefügt werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kräutern hat Majoran einen stärkeren Geschmack, wenn man zusätzliche Nährstoffe zuführt, wobei Sie jedoch am besten organische Düngemittel verwenden.

Sie können stets frische Blätter abschneiden, je nach Bedarf. Da die Pflanze in unserer Gegend nicht winterhart ist, stirbt sie beim ersten Frost vollständig ab. Majoran kann gut in Töpfen angebaut werden, wobei Sie jedoch für einen entsprechend großen Topf und gute Entwässerung sorgen müssen.


Majoran wird in der südlichen Küche häufig verwendet. Der Geschmack kommt in Kombination mit Tomaten, Zucchini, Kartoffeln und Paprika oder in Kombination mit anderen Kräutern, wie beispielsweise Thymian und Basilikum, gut zur Geltung. Verwenden Sie Majoran zudem auch bei Lammfleisch, Nudelgerichten und südlichen Schmortöpfen sowie Marinaden. Er kann auch fein gehackt an Salate oder Buttersaucen hinzugefügt werden.

Fügen Sie Majoran am besten frisch an Ihre Gerichte hinzu, und lassen Sie ihn nicht mitkochen.

Majoran kann auch gut getrocknet werden, und behält dabei seinen Geschmack. So ist er ein fester Bestandteil verschiedener getrockneter Kräutermischungen.


Ein Auszug oder Tee aus Majoranblättern lindert Erkältungen, hat eine schleimlösende Wirkung und lindert Reizungen im Hals.

Ätherisches Öl, das aus Majoran gewonnen wird, kann äußerlich gegen Infektionen oder bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt werden. Es hat auch eine schmerzstillende Wirkung bei Muskelschmerzen oder rheumatischen Schmerzen.