• Melone 'Charentais'

Die Melone ist eine alte Kulturpflanze, aus der im Laufe der Zeit viele Züchtungen hervorgegangen sind. Dadurch gibt es sehr viele verschiedene Varietäten und ist es nicht möglich, die Sorten nach Arten einzuteilen. Nichtsdestotrotz werden vier Melonenarten unterschieden:
Cantaloupe-Melonen: Der Name ist von Cantalupo abgeleitet, einem Weiler in der Nähe von Rom, wo diese Melonen im Garten des Papstes angebaut wurden. Sie sind rund oder etwas abgeflacht, und die Schale weist Segmente oder warzige Knötchen auf. Die bekanntesten Sorten dieser Kategorie sind die Charentais- und die Cavaillon-Melone. Auch die Ananasmelone gehört zu dieser Art, sie hat orangegelbes Fruchtfleisch.
Wintermelonen wie Honig- oder Zuckermelonen: Diese Art muss lange reifen und ist vor allem im Winter erhältlich. Honey Dew und Amarillo liso aus Spanien sind die bekanntesten.
Netzmelonen sind Melonen mit einem korkigen hellbraunen oder weißen Netz auf der Schale. Die Schale selbst ist glatt oder segmentiert. Die Galiamelone gehört zu dieser Art. Sie hat smaragdgrünes Fruchtfleisch und stammt ursprünglich aus Israel.
Ogenmelonen sind eine Kreuzung aus Cantaloupe-Melone und Netzmelone.
In den Niederlanden wurde die Melone bereits um 1900 unter Sonnenfallen angebaut, nach 1940 kam immer häufiger aufrechtes Glas (Gewächshäuser) zum Einsatz. Der Anbau erfolgt entweder aufliegend auf dem Boden oder an Schnüren. Für die Bestäubung sind Bienen oder Hummeln erforderlich.

Melonen gedeihen am besten in einem Gewächshaus oder eventuell unter einem Folientunnel. Pflanzabstand: 50 x 80.
Die männlichen Blüten befinden sich in den Achseln am Haupttrieb, die weiblichen auf den Seitenranken. Insekten sorgen für die Bestäubung. Sie können den Pollen aber auch manuell von den männlichen Blüten auf die Narben der weiblichen Blüten übertragen. Die Seitentriebe schneidet man auf 3 bis 4 Blätter zurück. Achtung: Schwere Früchte sollten unterstützt werden. Man riecht es buchstäblich, wenn Melonen reif sind.
Nicht zu stark düngen, am besten kurz vor der Blüte etwas nachdüngen. Melonen fühlen sich in einem leichten Boden wohler als in einem schweren.

Melonenpflanzen sind, übrigens so wie Gurkenpflanzen, sehr kälteempfindlich. Der ideale Zeitpunkt zum Anpflanzen ist ab 15. Mai. Bewässerung mit kaltem Wasser ist zu vermeiden.
Wenn die Bodentemperatur zu niedrig ist, entstehen rasch Wurzelprobleme (Pythium). Vorsicht ist auch im Gewächshaus geboten. Auch dort muss man die Bodentemperatur im Auge behalten!