• Rote Bete (Rote Rübe)

Die Rote Bete (oder Rote Rübe) gehört zur Gruppe Beta vulgaris, zu der auch die Zucker- und die Futterrübe gehören, und stammt von der Wildbete aus der Mittelmeerregion ab. Es waren vor allem die Römer, die an der Wiege der Entwicklung dieses Gemüses standen.
Aus der Vielzahl an Rezepten in Kochbüchern des 19. Jahrhunderts kann man ableiten, dass dieses Gemüse in jener Zeit sehr beliebt war. Sowohl die Rübe als auch die Blätter können in der Küche verwendet werden. Junge Blätter schmecken sehr gut in Salaten und geben dem Salat eine hübsche Farbe. Die Rüben werden gekocht und sowohl warm als auch kalt gegessen.
Rote Bete ist reich an Antioxidantien. Der Farbstoff Betanin wird von der Lebensmittelindustrie auch zum Färben bestimmter Speisen verwendet.

Rote Bete wird mit 10 - 15 cm Abstand in der Reihe und ca. 20 cm zwischen den Reihen angepflanzt, ungefähr 30 bis 40 Pflanzen pro m2. Achten Sie beim Pflanzen vor allem darauf, dass Sie keine Wurzeln und insbesondere nicht die Pfahlwurzel beschädigen, um Wachstumshemmungen zu vermeiden. Die Pflanzen fühlen sich in einem lockeren Boden am wohlsten. Gedüngt werden sie am besten mit einem Mehrnährstoffdünger (NPK) mit einem höheren K-Wert. Dies kommt dem Wachstum und später auch dem Geschmack zugute. Bringen Sie während des Wachstums noch etwas Patentkali aus. Dies fördert auch das Dickenwachstum der Rübe. Bewässern Sie an warmen Sommertagen ausreichend.

Rote Bete kann man dämpfen, schmoren, kochen oder roh essen. Aus Blättern und Stängeln kann man Suppe machen. Dazu werden diese gründlich gewaschen, fein geschnitten und anschließend gemeinsam mit einigen fein geriebenen Rüben gekocht, bis sie gar sind. Salz, Pfeffer und Zitrone hinzufügen und mit etwas Sahne servieren.
Wenn man Rote Bete in der Schale kocht, behält sie ihre Farbe besser. Nicht nur das Schälen geht dann leichter, sondern man macht sich auch die Hände nicht so schmutzig. Man kann Rote Bete auch kochen und in Scheiben schneiden, um sie in Salate zu geben.

Rote Bete ist eine gute Kalium- und Folsäurequelle. Sie enthält auch einige Kohlenhydrate. Der Farbstoff Anthocyan, der aus Rote-Bete-Saft gewonnen wird, wirkt gegen Nachtblindheit und Herz- und Gefäßkrankheiten. Folsäure wirkt auf den Stoffwechsel, den Herzmuskel und die roten Blutkörperchen.
Es wird auch immer wieder behauptet, dass das Trinken von drei Gläsern Rote-Bete-Saft pro Tag leistungsfördernd wirkt. Sollte dies als illegales Doping gelten, würde man Spitzensportler sofort überführen. Sie hätten dann nämlich eine auffällig rote Zunge und roten Harn...

Ernten Sie Rote Bete rechtzeitig. Kleinere Exemplare schmecken nicht nur besser, sie haben auch eine festere Struktur. Wenn man die Blätter „hinunterdreht", ist die Haltbarkeit besser, als wenn man die Blätter abschneidet.

Pflanzen Sie Rote Bete nicht in allzu trockenen Böden aus, dies ruft nämlich schnell Schorfprobleme (warzenartige, raue Stellen) hervor. Wenn Sie zu viele Pflanzen pro m2 setzen, kann es sein, dass die Blattfleckenkrankheit auftritt (siehe Pflanzabstände oben, wobei Sie besser den weitesten als den engsten Abstand wählen).

Achtung: Der Saft der Roten Bete kann schwer entfernbare Flecken auf Händen und Kleidung hinterlassen!
Die Flecken lassen sich entfernen, indem man zuerst so viel wie möglich mit Wasser spült und dann den Fleck mit reinem Alkohol behandelt. Auch verdünntes Ammoniak oder Wasserstoffperoxid (3 %) führen zu einem guten Ergebnis.